Artikel getaggt mit ‘Flensburg’

17. Juni 2010

NOSPA mit 14 Mio. € aus der Stadtkasse stützen?

Am heutigen Donnerstag, den 17.6. soll die Flensburger Ratsversammlung in einer Sondersitzung darüber entscheiden, ob die Stadt der angeschlagenen Nord-Ostseesparkasse (NOSPA) eine Unterstützungszahlung von 14 Mio € gewährt. Dies ist wohl die schwierigste Entscheidung dieser Wahlperiode und auch bei mir sind noch viele Fragen offen.

Aber von Anfang an:  Kurz nach der Kommunalwahl im Mai 2008 wurde eine existenzbedrohende Schieflage der Flensburger Sparkasse bekannt. Diese hatte im Zeitraum 1991- 2003 viele Kredite mit großen Volumina an wenige Kreditnehmer vergeben. Auch wenn bereits 2003 die Gefahr dieser großen Kredite gesehen wurde und ein Abbau begann, hat man die Risiken nicht mehr einfangen können. Mehrere Kredite konnten nicht mehr zurück gezahlt werden, so dass letztendlich die Flensburger Sparkasse 2008 kurz vor dem Kollaps stand. Um dies zu verhindern, wurde die Sparkasse mit der NOSPA  fusioniert.

Vom heutigen Standpunkt kann man sagen, dass sich die NOSPA an der Flensburger Sparkasse verschluckt hat. Weitere große Kredite- auch Klumpenrisiken genannt –  der ehemaligen Flensburger Sparkasse sind „schlagend“ geworden – also ausgefallen. Inzwischen haben sich die Ausfälle auf über 170 Mio € summiert und die NOSPA kann dies alleine nicht mehr wuppen.

In einem solchen Fall wird zunächst der Sparkassenstützungsfond des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein eingeschaltet. Durch diesen können die Sparkassen ihr Eigenkapital wieder auffüllen – sollten dann doch Kredite zurück gezahlt werden, muss die Sparkasse das Geld an den Stützungsfond auch wieder zurück zahlen.

In diesem speziellen Fall der NOSPA reicht allerdings der Inhalt des Stützungsfonds nicht aus, um die NOSPA zu stützen. Daher muss nun auch der Stützungsfond des deutschen Sparkassen-und  Giroverbandes herangezogen werden. Um diesen in Anspruch nehmen zu können, hat die BAFin allerdings eine bisher in der Sparkassengeschichte einmalige Forderung gestellt. Der Träger der NOSPA soll ebenfalls einen Stützungsbeitrag von 14 Mio. Euro leisten.

Diese Forderung ist abgesichert durch §13 (2) der Satzung für Sparkassenstützungsfonds der Regionalverbände: „Stützungsmaßnahmen können von der Erfüllung von Auflagen abhängig gemacht werden. Als Auflagen kommen insbesondere in Betracht:

-          Die Aufbringung eines angemessenen Sanierungsbeitrages durch den der/die Träger der betroffenen Mitgliedssparkasse.“

Als Auflage für die Durchführung einer Stützung durch den schleswig-holsteinischen und den bundesdeutschen Stützungsfond wurde dem Träger nun die Zahlung von 14 Mio. € erwartet.  Zahlt der Träger nicht, dann soll es auch kein Geld von den Sparkassenverbänden geben.

Der Träger gliedert sich in viele verschiedene kommunale Mitglieder auf – so zum Beispiel der Kreis Nordfriesland und der Kreis Schleswig-Flensburg, aber auch die Kreisfreie Stadt Flensburg und die Städte Husum und Tönning (u.v.a). Warum soll also die Stadt Flensburg alleine zahlen? Argumentiert wird, dass sich dies „aus einer für Flensburg geltenden nachwirkenden Treuepflicht als ehemaliger (alleiniger) Träger der Flensburger Sparkasse“ begründet (Ratsvorlage 47-2010).

Vereinfacht gesagt: Soll nur Flensburg zahlen, weil es die Flensburger Sparkasse mit ihren Klumpenrisiken war, die die NOSPA nun in diese Situation gebracht hat oder sollen alle Träger zahlen, weil alle nun mal der Fusion zugestimmt haben und wir nun ein Trägerverband sind, der die NOSPA zusammen stützen sollte?

Da sich beide Frage allerdings um eine Zustimmung drehen, kann ich sie bisher noch nicht beantworten, denn:  Für ein Ja fehlen mir zu viele Informationen. Viele Fragen haben wir als Grüne Fraktion bereits gestellt, die Antworten sind aber wirklich nichts sagend. Jetzt habe ich nochmal einen zweiten Fragenkatalog erarbeitet, der sich nicht auf die Situation allgemein, sondern auf die Ratsvorlage direkt bezieht. Im Augenblick des Schreibens dieses Beitrages tendiere ich dazu, eine Vertagung der Entscheidung zu beantragen, um in der Zwischenzeit nochmal mehr Informationen einholen zu können. Sollte diese Vertagung abgelehnt werden, dann werde ich mit Nein stimmen oder mich enthalten.

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10. Dezember 2009

Zuversicht in Kopenhagen

Heute am frühen Morgen ist die Zuversicht in Kopenhagen eingelaufen. Das Schiff bildet zusammen mit der Hansine die Flensburger Klima Flotte. Fast 40 Studenten sind am Montag in Flensburg losgesegelt und haben drei Tage bei unterschiedlichen Windverhältnissen auf See verbracht. Nun sind sie CO2-neutral in Kopenhagen angekommen und werden unter anderem die Demonstration im Samstag mit unterstützen. Liebe SeglerInnen, seid herzlich Willkommen in Kopenhagen!!! Der Protest kann eure Unterstützung sicherlich gut gebrauchen.

7. November 2009

Bewerbungsrede zur Landesvorsitzenden

Liebe Freundinnen und Freunde,

nach 2,5 Jahren als Beisitzerin im Landesvorstand stehe ich hier und will eure Vorsitzende werden.

Ich bin 24 Jahre alt, blicke aber schon auf ein langes politisches Interesse zurück. Begonnen hat alles vor 22 Jahren mit einer Kassette von Frederik Vahle, bis heute glaube ich meinen Eltern nicht, dass sie sich nichts weiter dabei gedacht haben.

Ich zitiere:

Es war einmal ein Mann der hieß Pam Pu,

der machte sein ganzes Leben lang schmuh,

er hatte ne große Fabrik vor der Stadt

und hinter seiner Villa ein Luxusbad

Doch die Abwässer von seiner Fabrik,

die flossen stinkend zum Fluss zurück

Dem Bürgermeister war das nicht geheuer,

doch dachte er an die vielen Steuern,

die die Fabrik der Gemeinde brachte

Pam Pu saß in seiner Villa und lachte

So schnell mach ich keinen Stuß,

mein Geld stinkt nicht, höchstens der Fluß.

Ein Schulaustauschjahr in die USA im Irakkriegsjahr 2003 und die jährlich durch meine Heimatstadt Lüneburg rollenden Castoren taten ihr Übriges. Dabei habe ich ein sehr großes Paradoxon erfahren: Zum einen sind viele meiner Gleichaltrigen unpolitisch wie nie, Politik scheint für sie eine andere Welt. Zum anderen befinden wir uns gerade jetzt in einer Zeit, die politischer nicht sein könnte. Es steht viel auf dem Spiel. Somit war ich häufig nicht nur wütend über die politische Welt, sondern auch über meine Mitmenschen. Diese Wut im Bauch war für mich der Antrieb für viele politische Aktionen.

Gorleben, Heiligendamm, Berlin, Kopenhagen: Meine Demoerfahrungen sind vielfältig und nach wie vor bin ich der Meinung: Wenn das Volk der Souverän dieses Staates ist, muss es auch das Recht haben, gewaltfreien Widerstand gegen Regierungshandeln leisten zu können.

Hier regt mich besonders unser neuer Innenminister Schlie sehr auf., der ziemlich einseitig einen besseren Schutz für Polizisten vor Demonstranten fordert. Soweit d’accor. Aber lieber Herr Schlie, was sie offenbar nicht wahrhaben wollen: es gibt auch Situationen, in denen muss man Demonstranten vor Polizisten schützen!. Das belegen nicht nur die Videos der „Freiheit statt Angst“- Demo in Berlin diesen September. Mindestens – so fordere ich -  muss es die Möglichkeit geben, solchen Ereignissen später nachzugehen. Dafür wäre eine Nummer, die jeder Polizist tragen muss und über die er identifizierbar wäre, doch schon mal ein ganz guter Anfang.

Liebe Freundinnen und Freunde,

In meiner bisherigen Zeit im Landesvorstand haben wir vier erfolgreiche Wahlkämpfe gemeinsam bestritten. Nach einem geradezu genialen Auftakt bei den Kommunalwahlen 2008 haben wir in diesem Jahr mit der Europa- und der gleichzeitigen Bundestags- und Landtagswahl herausragende Ergebnisse erzielt. Für einige von uns kam die Landtagswahl überraschend, andere hatten schon Bierkästen drauf verwettet.

Den diesjährigen September-Wahlabend haben wir Grüne mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgt. Wir haben zwei Ziele verfehlt und eines erreicht. Wir haben schwarz-gelb nicht verhindert, wir sind nicht drittstärkste Kraft. Aber: Wir haben jetzt 12 Landtagsabgeordnete und 3 Bundestagsabgeordnete. Ich finde, dieses fulminante Ergebnis macht vieles von dem Verfehlten wieder gut. Und ich gratuliere unseren 15 neuen Abgeordneten wie uns allen zu diesem Sieg! Wenn ich mir unsere neue Landtagsfraktion so angucke, habe ich das Gefühl, dass sich da eine wunderbar bunte und harmonische Gruppe gefunden hat. Und ich bin mir sicher: sie wird die schwarz-gelbe Regierung in den nächsten Jahren auf Trapp halten.

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir nehmen die Oppositionsrolle voll an und wir werden sie mit genau so viel Elan und Motivation ausfüllen, wie wir in einer Regierung gearbeitet hätten. Diese Partei hat bereits vier erfolgreiche Oppositionsjahre hinter sich. Wir waren es, die die schwarz-rote Regierung immer wieder getrieben hat. Wir haben gegen den Waldverkauf mobil gemacht. Wir haben mit der BI zusammen Stegner und Carstensen deutlich gemacht, dass eine Einlagerung von CO2 nicht in Frage kommt. Wir haben uns für mehr Transparenz um die HSH Nordbank stark gemacht. Und wir haben letztendlich deutlich gemacht, dass schwarz-rot eine Murksregierung schwarz war.

Liebe Freundinnen und Freunde,

die neue Regierung Carstensen scheint einen Wettbewerb der Ideenlosigkeit gewinnen zu wollen. Das Durchschnittsalter des Kabinetts ist mit 54 Jahren „gehoben“, kaum einer der Minister ist außerhalb Schleswig-Holsteins zur Welt gekommen, der Frauenanteil spricht Bände in diesem macho-Kabinett und die Idee, das Bildungsministerium mit einem Minister Klug zu besetzen könnte aus einem Kinderbuch stammen. Wir alle wissen, hier ist der Name nicht unbedingt Programm. Verbunden mit dem Namen „Koalition des Aufbruchs“ löst dieses Kabinett leicht panische Reaktionen aus. Aufbruch wohin? In ein Land, welches jeglicher Vielfalt entgegensteht? Welches im Bildungssystem wieder stärker selektiert? In dem der Geldbeutel über den Status der Menschen entscheidet und welches eine Energiepolitik macht, mit der es sich selber im Meer versenkt?

NEIN, liebe Freundinnen und Freunde, wir werden das nicht zulassen!!

In den kommenden Jahren kommt es auf uns an. Während die Fraktion im Parlament eine starke Opposition bieten wird, werden wir gemeinsam unseren Protest auf die Straße und in die Gesellschaft tragen. Wir werden kein CCS akzeptieren, wir werden nicht länger der Kinderarmut in diesem Land zusehen und wir werden den HSH Nordbankfilz Carstensen so lange um die Ohren hauen, bis er entweder durchgreifen oder zurück treten muss. Wir haben im letzten Wahlkampf gezeigt, dass wir kampagnenfähig sind. Dieses Land schreit neben einer starken Opposition im Parlament nach einer kreativen, breiten Außerparlamentarische Opposition. Wir werden sie der Regierung bieten!

Liebe Freundinnen und Freunde,

es gibt viel zu tun in diesem Land – aber wir können auch in unserer Partei noch vieles verbessern. Vorrangiges Ziel meiner innerparteilichen Arbeit – das habe ich mir fest vorgenommen – soll eine Stärkung und Weiterentwicklung der Strukturen sein. Wir brauchen mehr Mitglieder und wir müssen diese auch halten. Um das zu erreichen, möchte ich zwei Dinge tun. Ich möchte Euch in den Kreisverbänden die Hand reichen und mit Euch gemeinsam überlegen, wie der Landesverband Euch in dieser Aufgabe unterstützen kann. Außerdem möchte ich verschiedene Programme für Mitglieder anbieten. Dazu gehört eine zweite Auflage eines Frauenmentoringprogramms und ein verstärktes Angebot für Mitglieder, die Landesebene kennen zu lernen, indem wir zum Beispiel mal eine Landtagssitzung oder Parteiratssitzung anschauen.

Liebe Landesarbeitsgemeinschaften – ihr ward in den letzten Jahren der Ideenmotor dieses Landesverbandes und ihr werdet weiterhin als eben dieser dringend gebraucht. Wir dürfen uns jetzt auf unseren innovativen Ideen nicht ausruhen, sonder müssen weitere und neue entwickeln. Wir sind der Thinktank dieses Landes und ihr habt maßgeblich dazu beigetragen. Es gibt einige Bereiche, denen wir uns meiner Meinung nach in der nächsten Zeit intensiver widmen sollten. Exemplarisch gehören dazu die Bereiche Gesundheitspolitik, Netzpolitik und Frauenpolitik.  Ich würde mich freuen, wenn wir die LAGen auf noch breitere Mitgliederzahlen stellen könnten, denn Debatten werden lebhafter, wenn die Perspektiven vielfältiger werden.

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich möchte kurz darauf eingehen, dass ich derzeit ein Auslandssemester in  Kopenhagen absolviere, weil ich mehrfach darauf angesprochen wurde.. Das Semester in Kopenhagen wird Anfang Dezember diesen Jahres vorüber sein, danach werde ich – zurück in Flensburg -  meine Masterarbeit schreiben und meine übrige Zeit komplett als Eure Landesvorsitzende zur Verfügung stehen.

Anfang Dezember ist auch der Klimagipfel in Kopenhagen. Die Menschheit steht hier vor ihrer größten Herausforderung und ist kurz davor sie zu verlieren. Bei dieser Klimakonferenz muss mehr rauskommen als einige unverbindliche Abmachungen, wir brauchen ein konkretes und durchgreifendes Abkommen. Die Regierungen sind gefragt nicht weiter rumzureden, sondern anzupacken. Ich werde während der Klimakonferenz in Kopenhagen vor Ort sein und euch mit Informationen versorgen und an Klimaaktionen teilnehmen. Ihr seid alle eingeladen am 12.12. nach Kopenhagen zu kommen und an der größten Klimademo teilzunehmen, die die Welt jemals gesehen hat.

Liebe Freundinnen und Freunde,

die kommenden Jahre werden harte Jahre für Schleswig-Holstein. Nichts, aber auch gar nichts der schwarz-gelben Programmatik entspricht unserer Zielen. Gerade deshalb müssen wir Grüne jetzt umso stärker werden. Wir, liebe Freundinnen und Freunde, werden in den nächsten Jahren dringend gebraucht! Als DatenschützerInnen, als UmweltschützerInnen, als SozialpolitikerInnen und als FeminstInnen!!! Wir werden eine Kampagnenfähigkeit entwickeln wie sie dieses Land noch nicht gesehen hat. Wir werden gesellschaftliche Bündnisse schmieden und dieser Regierung zeigen was dieses Land will. Wir werden diese Regierung vor uns hertreiben!!!

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich bringe jede Menge Motivation, gute Laune und kreative Ideen mit. Ich möchte in den kommenden Jahren für euch und mit euch Politik gestalten. Lasst uns dieses Land politisieren!!!

7. August 2009

Geschafft! European Studies bleibt!

Mit viel Protest und durch Gespräche mit den verantwortlichen Personen haben wir (Studenten European Studies) es geschafft, dass der Studiengang eine Zukunft hat. Die Stelle von Prof. Charlotte Gaitanides wird verlängert und somit hat der Studiengang nun wieder eine Leitung. Danke an alle, die mit Unterschriften für den Studiengang zu diesem Erfolg beigetragen haben!

22. Juli 2009

EUROPEAN STUDIES vor dem Aus!

Die Zukunft des Studienganges European Studies an der Universität Flensburg wird bereits seit längerem diskutiert.

Heute ist nun offiziell bekanntgemacht worden, dass der Masterstudiengang kurz vor dem Aus steht. Das Rektorat wird in der nächsten Woche seine Entscheidung verkünden:
Entweder erhält der Studiengang mit Frau PD Dr. Charlotte Gaitanides, LL.M. eine Studiengangsleitung und wird somit weiterlaufen oder das Programm wird ganz und gar und mit sofortiger Wirkung eingestellt. Eine Zwischenlösung wird es nicht geben.

Mit der sofortigen Abwicklung des Studienganges würde ein internationaler und erfolgreicher Studiengang mit Studierenden aus aller Welt und enormen Potentialen für die Uni Flensburg und die Region ein schnelles und überstürztes Ende nehmen. Neu gewonne Reize und Potentiale gehen verloren und engagierte und motivierte Studierende und Dozenten wandern ab. Drittmittelprojekte und enge Kontakte mit dem DAAD und anderen Einrichtungen werden ungenutzt gelassen, obwohl diese Region ideal für vielerlei Projekte dieser Art ist.

Letztendlich geht es darum, dass Kiel die Universität Flensburg finanziell so an der kurzen Leine hält, dass verhältnismäßig kleine Ausgaben womöglich zur Schließung eines ganzen Studienganges führen! Doch wie es scheint, hat die Flensburger Uni keine Priorität in Kiel!

Deshalb: Bekunden Sie Ihren Unmut in dieser Sache und helfen Sie uns, die Schließung unseres Studienganges zu verhindern!!!

Im Anhang finden Sie unsere Petition zum Verbleib von Frau PD Dr. Charlotte Gaitanides zur Kenntnisnahme, die wir bereits beim Rektorat vorgelegt haben und nun nach Kiel schicken möchten. Sie liegt vor dem European Studies-Büro aus und kann noch unterschrieben werden. Bisher haben wir über 100 Unterschriften von Studierenden, Professoren und Mitarbeitern!

Studierende und Mitarbeiter des Studienganges

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Petition:

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Jörn Biel,
sehr geehrter Herr Prof. Dr. Dunckel,
sehr geehrter Herr Kupfer,

hiermit möchten wir unser Bedauern über die Entscheidung der Universität Flensburg ausdrücken, die Recht-Professur nicht auszuschreiben und damit Frau PD Dr. Charlotte Gaitanides keine berufliche Zukunft an dieser Universität zu ermöglichen.

Die Ausgangssituation
Der Studiengang ‚European Studies’ ist der einzige seiner Art in ganz Schleswig Holstein. Ähnliche Studiengänge sind europaweit verbreitet und international beliebt. Er erhöht die
Attraktivität des Standortes ungemein, denn durch ihn kommen Menschen aus aller Welt nach Flensburg. Im aktuellen Jahrgang stammen 70% der Studierenden aus Drittländern. Fehlende Kontinuität in Organisation und Lehre durch wechselnde Zuständigkeiten führten bisher zu Verunsicherung, Unzufriedenheit und Verschwendung von Ressourcen. Letzteres verhindert den Aufbau eines fundierten Studienprogramms. Daher brauchen wir einen dauerhaften Verantwortlichen!

Wir fordern, dass Frau PD Dr. Gaitanides bleibt!
Mit Frau PD Dr. Gaitanides ist das erste Mal eine Routine eingetreten. Ihre Kompetenz, Motivation und das auf allen Seiten spürbare Engagement halten unseren Studiengang zusammen. Wir werden durch sie gefördert und motiviert. Wir und die gesamte Universität verdanken ihr nicht nur die Entstehung der Vortragsreihe „Cross-Border Lectures Flensburg/Sonderburg“, sie konnte auch herausragende Redner für Flensburg gewinnen (Prof. Howard T. Jacobs, Reinhard Bütikofer und die Bundesbeauftragte der Anti-Diskriminierungsstelle Dr. Martina Köppen). Zudem holte sie das umfangreiche Drittmittelprojekt „Vielfalt in Europa“ an die Universität und schaffte damit neue wissenschaftliche Mitarbeiterstellen. Mit allen Kräften trieb und treibt sie noch immer weitere Drittmittelprojekte voran, in die sie uns einbindet und von denen alle profitieren. Mit den Studierenden der SDU organisierte sie eine Exkursion nach Brüssel, ähnliches war auch hier in Arbeit. Durch Lehre sowohl an der SDU als auch an der Uni Flensburg ist sie ein Bindeglied der grenzüberschreitenden Kooperation und auch zwischen den Studierenden beider Seiten.

Mit dem Entschluss, die Recht-Professur nicht auszuschreiben, wird die inzwischen mit Frau PD Dr. Charlotte Gaitanides mühsam aufgebaute Infrastruktur erneut zerstört. Kontinuität in Organisation und Lehre gehen verloren und erarbeitete Standards werden untergraben. Vorhandene Ressourcen können wieder nicht zum Vorteil der Studierenden eingesetzt werden (geplant waren u.a. eine Praktikantenbörse, ein Alumni-Netzwerk, Exkursionen (Brüssel, Straßburg, Luxemburg), Veranstaltungen zur politischen Bildung (z.B. Vortragsreihen), Kooperationsveranstaltungen mit der SDU, Stipendienprogramme und Drittmittelanwerbung). Dazu kommt, dass die Studierenden ihre Masterarbeiten womöglich bei fremden Dozenten
schreiben müssen, deren Kurse sie nicht besucht haben.
Frau PD Dr. Gaitanides hat in gerade einmal neun Monaten mit unzähligen Projekten die Sichtbarkeit und Reputation der Universität Flensburg und des Internationalen Instituts für Management vorangetrieben. Ihre Kontakte und Erfahrungen sind für alle von hohem Wert. Es ist schade, dass gerade diejenigen, die sich einsetzen, engagiert und motiviert sind, veranlasst werden, die Universität wieder zu verlassen. Ohne Frau PD Dr. Gaitanides nimmt die Sisyphosarbeit kein Ende und der Studiengang European Studies ist ernsthaft in Gefahr!

20. September 2008

Mehr Transparenz bei den Kinderbetreuungsmöglichkeiten in den Ferien

Im Jugendhilfeausschuss am 24.09.08 wird von uns GRÜNEN ein Antrag behandelt, der eine bessere Übersicht über Kinderbetreuungsmöglichkeiten während der Ferien fordert. So heißt es in dem Antrag: “Neben den Sommerferien, in denen mit der Ferienpassaktion und weiteren Angeboten eine recht gute Betreuung von Kindern- und Jugendlichen geboten wird, gibt es in den anderen Ferien (z.B. Herbstferien und Frühjahrsferien) für berufstätige Eltern häufig Probleme einer Betreuung ihrer Kindern. Dies gilt vor allem für Kinder in schulpflichtigem Alter. Da die Eltern im besten Fall 6 Wochen Urlaub in Jahr nehmen können, die Kinder aber 12 Wochen Ferien haben, ist dies gerade für Alleinerziehende eine problematische Situation. Zudem sind vorhandene Angebote oft nur unzureichend bekannt”. Wir hoffen, dass Eltern und Kindern mit einer solchen Betreuungsmöglichkeitenübersicht (die auch über das Internet zugänglich gemacht werden soll) eine zufriedenstellendere Lösung für die Ferien finden können. Der Politik verhilft eine solche Übersicht natürlich auch zu einer besseren Einschätzung, ob genügend Angebote vorhanden sind.

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