Artikel getaggt mit ‘Gleichstellung’

20. Januar 2011

Frauen an Friedensverhandlungen beteiligen!

5. März 2010

Frauenarmut bekämpfen – Gleichstellung stärken

Zum 99. Internationalen Frauentag am 8. März erklären die Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Marlene Löhr, und die frauenpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Marret Bohn:

Marlene Löhr:

Frauen sind in unserer Gesellschaft überdurchschnittlich von Armut betroffen. Der Frauenanteil im Niedriglohnsektor liegt bei fast 70 Prozent – obwohl die meisten Frauen eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar ein Studium haben. Frauen verdienen in Deutschland immer weniger als Männer. 2008 lag der Verdienst von Frauen 23,2 Prozent unter dem von Männern, Tendenz steigend. Damit liegt der Abstand deutlich über dem EU-Durchschnitt von 18,0 Prozent. Ein flächendeckender Mindestlohn von wenigstens 7,50 Euro würde deshalb besonders Frauen zugute kommen.

Wir brauchen endlich eine eigenständige Existenzsicherung für Frauen, um das gesetzlich zementierte Abhängigkeitsverhältnis von Frauen gegenüber Männern zu durchbrechen. Außerdem sollte heute keine Frau mehr vor die Wahl „Kind oder Karriere“ gestellt werden: Wir Grüne machen uns stark für den zügigen Ausbau von Kitas, um die bedarfsgerechte Versorgung mit Ganztagesplätzen und U-3 Plätzen flächendeckend sicherzustellen.

Diese Lösungsansätze haben nicht nur eine direkte Wirkung auf die Gleichstellung von Frauen und Männern, sondern wirken auch indirekt, um die Altersarmut von Frauen zu bekämpfen.

Marret Bohn:

Für uns bedeutet Gleichstellungspolitik moderne Gesellschaftspolitik. Die kommunale Gleichstellungsbeauftragte und die Beratungsstellen „Frau und Beruf“ sind wichtige Anlaufstellen. Hier darf die schwarz-gelbe Koalition nicht an der falschen Stelle sparen.

3. März 2010

Volle Frauenpower im Landesverband

Die kommende Woche wird von jeder Menge Frauenpower im Grünen Landesverband geprägt sein! Beginnen tun wir am 8.März, dem Weltfrauentag, mit einem Journalistinnenfrühstück. Dann starten wir ein zweites Frauenmentoringprogramm im Landesverband, um Grünen Frauen einen Einblick in die politische Landesebene zu geben und Ihnen Mut zu machen sich auch für Ämter und Mandate zu bewerben. Abschließen werden wir mit der Diskussion eines Antrages zu Frauenpolitik auf unserem kleinen Parteitag am 13.3. Wir finden, Feminismus ist cooler als sein Ruf und wenn wir wirklich etwas in der Gleichstellungspolitik erreichen wollen, dann brauchen wir einen Feminismus, bei dem alle (auch Männer!) mitmachen können. Sobald der Antrag öffentlich ist, werde ich ihn hier posten.

12. Oktober 2009

Carstensens Kabinett: Schleswig-Holstein braucht mehr als eine MANNschaft

Heute ist bekannt geworden, dass das zukünftige Kabinett von Herrn Carstensen voraussichtlich nur von Männern besetzt sein wird. Arbeitsteilung mit Frauen scheint unserer neuen Regierung ein Fremdwort
zu sein. Ich würde mich freuen, wenn wir zusammen mit vielen anderen Menschen in Schleswig-Holstein dagegen angehen und wenn wir Schleswig-Holstein so zu einer paritätischen Zusammensetzung der Regierung verhelfen. Folgenden Musterbrief könnt ihr dazu gerne übernehmen oder euren Vorstellungen anpassen:

Sehr geehrter Herr Carstensen,

mit großer Verwunderung habe ich heute aus der Zeitung zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich Ihr zukünftiges Kabinett bisher nur aus Männern zusammensetzen wird. Ohne über die fachliche Kompetenz der  Vorschläge urteilen zu wollen, möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich mich durch diese Zusammensetzung als Schleswig-HolsteinerIn nicht in Ihrer Regierung vertreten sehe. Ich bin der festen Überzeugung, dass
Demokratie nur durch Geschlechtervielfalt funktionieren kann, denn es sind heterogene Perspektiven, die das Land voranbringen. Mich erstaunt, wie Sie die Zukunft unseres schönen Bundeslandes so beeinträchtigen können. An Ihrem Kabinett kann ich nichts Demokratisches und Innovatives erkennen. Sollten Sie also den Anspruch haben, Schleswig-Holstein politisch angemessen zu repräsentieren, so fordere ich Sie eindringlich dazu auf, den Kabinettstisch paritätisch zu besetzen!

Mit freundlichen Grüßen,
(Dein Name)

E-mailadresse von Peter-Harry Carstensen:
peter-harry.carstensen@cdu.ltsh.de

Weitere interessante Mailadressen (um Kopien der Mail hinzuschicken):

Karin Wiedemann, Vorsitzende der FrauenUnion Schleswig Holstein
(Frauenverband der CDU):
karin.wiedemann@wimi.landsh.de
Angela Merkel (Bundeskanzlerin): angela.merkel@bundestag.de
Wolfgang Kubicki (Fraktionsvorsitzender FDP): wolfgang.kubicki@fdp.ltsh.de
Landesfachausschuss der FDP zum Thema Gesellschaftspolitik:
lfa.coenen@fdp-sh.org

28. März 2009

Bewerbung als Beisitzerin im Landesvorstand

Liebe Freundinnen und Freunde,

als ich vor zwei Jahren hier zum ersten Mal stand, fragte mich ein älterer Herr nach meiner Bewerbungsrede, ob ich denn auch kochen könne.

Ich hoffe, euch in den letzten zwei Jahren bewiesen zu haben, dass ich auch politisch ‘ne Menge gebacken bekomme.

Neben dem bestrittenen Wahlkampf und dem Beginn der Planung für EU-, Bundes- und Landtagswahl habe ich auf Landesebene ein Mentoringprogramm gestartet,  um unseren weiblichen Politiknachwuchs zu fördern. Daran nehmen zur Zeit 5 Frauen teil, sie werden von fünf landespolitisch aktiven Menschen begleitet.

Gestern hatten wir unser zweites gemeinsames Seminar und ich freue mich besonders darüber, dass Marret Bohn morgen als Teilnehmerin des Mentoringprogrammes für den Parteirat kandidieren wird.

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich stehe hier als Vertreterin einer neuen Generation der Grünen.  Es ist eine Generation, die wie andere vor ihr vieles nicht mehr so machen will, wie es ihr vorgemacht wurde. Eine Generation, die in vielen Bereichen einen neuen Konsens in der Gesellschaft fordert und sich damit an vielen “alten” Positionen reibt.

In meiner Generation ist Gleichstellung besser zu verkaufen als Feminismus. Obwohl beides eigentlich das gleiche meint. Eigentlich. Gleichstellung drückt aber eher das aus, was diese Generation will.

Es geht uns darum, dass nicht nur in der Frauen- sondern auch in der Männerwelt einiges passieren muss, um das gesellschaftliche Miteinander neu zu fassen. Ein neuer Konsens in der Gesellschaft also.

Von daher, finde ich, sollten wir uns nicht über Begrifflichkeiten streiten sondern zusammen an der Sache arbeiten.

So wächst zum Beipiel in der Rollenaufteilung bei der Kinderbetreuung eine Generation heran, die es satt hat, dass Frauen immer noch über gesetzliche Regelungen wie dem Ehegattensplitting und über subtile Meinungsmache wie es in der Werbung geschieht an das Haus gebunden werden. Das mit dem Haus im Grünen ist übrigens auch so ein festgefahrenes Stereotyp.

Und diese Generation wehrt sich auch dagegen, dass Männer, die sich für mehr Zeit mit ihren Kindern entscheiden immer noch massiv gemobbt werden!

Und auch, wenn dass Elterngeld von Frau von der Leyen zunächst sehr gut angekommen ist, regt sich langsam größer Unmut darüber, dass nach den 14 Monaten Elternzeit nur sehr schwierig eine Kinderbetreuung zu finden ist. Und wenn sich eine Familie dann die Einkünfte beider Partner anguckt, dann ist es häufig eben doch die Frau, die zu Hause bleiben muss. Insofern ist Geschlechterpolitik kein Gedöns und kein Nischenthema mehr, sondern Zentrum der gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Da will ich hin, das soll einer meiner Schwerpunkte sein, diese will ich gewinnen.

Wie bei der Kinderbetreuung ist auch die Forderung nach Lohngleichheit für mich eine gleichstellungspolitische Forderung, weil sie in der Umsetzung massive Auswirkungen auch auf die Lebenswelt der Männer haben wird. Gleichen Lohn für gleiche Arbeit! Nur das ist ist Gerechtigkeit!

Und so sehr diese Forderung zu unterstützen ist, wir müssen auch dafür sorgen, dass Frauen überhaupt die gleiche Arbeit wie Männer machen können.

Die viel beschimpfte und doch bisher nicht beseitigte gläserne Decke in Politik und Privatwirtschaft sorgt immer noch dafür, dass Führungsetagen oftmals ein Männerverein sind in dem weibliche Taktiken wenig Beachtung finden.

Dabei zeigen wissenschaftliche Studien eindeutig, dass gender diversity  Unternehmen deutlich erfolgreicher dastehen lässt.

Dass gender diversity auch in der Politik sehr erfolgreich sein kann haben wir Grünen meiner Meinung nach zur genüge bewiesen. Angeblich haben auch Müntefering und Stegner nun erkannt, dass es ohne Frauen in der Politik nicht ginge.

Schauen wir uns aber nur mal die SPD in Schleswig-Holstein ein, weiß man allerdings nicht ob man angesichts der Tatsachen lachen oder weinen soll.

Während uns im Bundestag 7 männliche und 2 weibliche SPD-Abgeordnete  vetreten, geht auf dem Parteitag der SPD  der Antrag der SPD Frauen auf quotierte Listen sang und klang los unter.

Auch den Antrag der Grünen Fraktion, bei Unternehmen mit Landesbeteiligung eine Frauenquote für den Aufsichtsrat festzulegen, hat die SPD abgelehnt.

Dass sie sich nicht gegen ihren Koalititionspartner durchsetzten kann, sieht man schon daran, dass nur rund ¼ der Referate und 1/3 der Abteilungen in den Ministerien von Frauen geleitet werden.

FDP  wählt zeitgleich Landesliste – Platz 1-4 (vielleicht mehr), nur Männer (und auch noch die, die da seit 10 Jahren sitzen). Mit der CDU brauche ich garnicht erst anzufangen, liebe Freundinnen und Freunde.

Um die durchaus zusammenhängenden Probleme um gleichen Lohn und Frauen in Führungsetagen zu lösen, brauchen wir jedoch neben kämpferischen Frauen, auch Männer die dies unterstützen.

Nur wenn wir einen neuen, von beiden Seiten getragenen Konsens darüber erlangen, wie wir miteinander umgehen wollten, können wir diese Spirale durchbrechen.

Auch Männer, die neben der Karriere noch andere Prioritäten setzten, werden sehr schnell an die selbst gemachten Grenzen und Probleme stoßen, mit denen Frauen heutzutage kämpfen. Denn auch Männer, die pünktlich aus einer Aufsichtsratsitzung weg wollen, weil sie die Kinder von der KiTa abholen müssen, werden es oftmals karrieremäßig gar nicht erst soweit schaffen.

Wir Grüne streiten in konkreten Aktionen und im gesellschaftlichen Diskurs für ein solches neues Gesellschaftsbild. Wir kämpfen mit dem Green New Deal für eine neue Art zu Wirtschaften, für eine neue Art mit Energie umzugehen und für eine neue Sozialpolitik. All dies impliziert für mich jedoch auch eine neue Art miteinander umzugehen!

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

wer in Heiligendamm war, weiß auch, dass sich meine Generation gegen einen Sicherheitsterrorismus à la Schäuble massiv wehrt. Wir wollen nicht auf Schritt und Tritt ausgehorcht werden und unsere biometrischen Daten gehen auch keinen was an.

Die wachsende Popularität, derer sich Facebook, StudiVZ und Twitter erfreuen ist für mich auch ein Signal des Trotzes. Sollen sie doch von Millionen von BürgerInnen wissen, was sie zu Mittag gegessen haben, wann sie ihre Blumen gießen und wie das Wetter vor dem Fenster gerade ist. Sollen sie doch, verdammt noch mal, in ihrem Datenmüll ertrinken!

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

sorge macht mir hingegen, dass der rechte Rand immer mehr Anhänger gewinnt. Wenn 5% aller männlichen Jugendlichen angeben Mitglied einer rechten Organisation zu sein, dann ist das eine Katastrophe!

Es mag komisch klingen, aber ich glaube Ursprung all dessen ist auch hier der Wunsch nach einen neuen gesellschaftlichen Miteinander. Nach einer Vision wo es hingehen soll.

Und wenn wir, liebe Freundinnen und Freunde, die Antworten nicht geben, dann tun es die rechten. Denn so grausam diese auch scheinen mag, aber die Rechten habe eine Vision davon wo sie hinwollen.

Ich möchte daher in meiner Landesvorstandsarbeit sehr gerne auch einen Fokus auch auf die Arbeit gegen Rechts legen. Denn wenn wir nicht aufpassen, dann biegt ein großer Teil einer Generation Rechts ab, während wir uns mit Ampeln und Jamaika beschäftigen.

Ich bitte also um eure Stimme für eine neue, kämpferische – und versöhnende – Politik!

20. September 2008

Mehr Transparenz bei den Kinderbetreuungsmöglichkeiten in den Ferien

Im Jugendhilfeausschuss am 24.09.08 wird von uns GRÜNEN ein Antrag behandelt, der eine bessere Übersicht über Kinderbetreuungsmöglichkeiten während der Ferien fordert. So heißt es in dem Antrag: “Neben den Sommerferien, in denen mit der Ferienpassaktion und weiteren Angeboten eine recht gute Betreuung von Kindern- und Jugendlichen geboten wird, gibt es in den anderen Ferien (z.B. Herbstferien und Frühjahrsferien) für berufstätige Eltern häufig Probleme einer Betreuung ihrer Kindern. Dies gilt vor allem für Kinder in schulpflichtigem Alter. Da die Eltern im besten Fall 6 Wochen Urlaub in Jahr nehmen können, die Kinder aber 12 Wochen Ferien haben, ist dies gerade für Alleinerziehende eine problematische Situation. Zudem sind vorhandene Angebote oft nur unzureichend bekannt”. Wir hoffen, dass Eltern und Kindern mit einer solchen Betreuungsmöglichkeitenübersicht (die auch über das Internet zugänglich gemacht werden soll) eine zufriedenstellendere Lösung für die Ferien finden können. Der Politik verhilft eine solche Übersicht natürlich auch zu einer besseren Einschätzung, ob genügend Angebote vorhanden sind.

15. September 2008

GRÜNE Frauenförderung

Der GRÜNE Landesverband Schleswig-Holstein startet für seine Mitglieder ein von mir koordiniertes Mentoringprogramm für Frauen, die mal in die politische Landes- oder Bundesebene reinschnuppern wollen. Das ganze wird von November diesen Jahres bis Juli 2009 laufen und mit verschiedenen Seminaren begleitet werden. Ich freue mich schon sehr auf die TeilnehmerInnen und bin mir sicher, dass es für alle Seiten sehr interessant sein wird. Bei Interesse einfach diesem Link auf die Seiten des Landesverbandes folgen. Dort findet sich nochmal eine genauere Beschreibung des Programmes und ein Bewerbungsbogen. Anmeldeschluss ist der 24. Oktober 2008.

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