Artikel getaggt mit ‘Uni Flensburg’

10. Dezember 2009

Zuversicht in Kopenhagen

Heute am frühen Morgen ist die Zuversicht in Kopenhagen eingelaufen. Das Schiff bildet zusammen mit der Hansine die Flensburger Klima Flotte. Fast 40 Studenten sind am Montag in Flensburg losgesegelt und haben drei Tage bei unterschiedlichen Windverhältnissen auf See verbracht. Nun sind sie CO2-neutral in Kopenhagen angekommen und werden unter anderem die Demonstration im Samstag mit unterstützen. Liebe SeglerInnen, seid herzlich Willkommen in Kopenhagen!!! Der Protest kann eure Unterstützung sicherlich gut gebrauchen.

22. Juli 2009

EUROPEAN STUDIES vor dem Aus!

Die Zukunft des Studienganges European Studies an der Universität Flensburg wird bereits seit längerem diskutiert.

Heute ist nun offiziell bekanntgemacht worden, dass der Masterstudiengang kurz vor dem Aus steht. Das Rektorat wird in der nächsten Woche seine Entscheidung verkünden:
Entweder erhält der Studiengang mit Frau PD Dr. Charlotte Gaitanides, LL.M. eine Studiengangsleitung und wird somit weiterlaufen oder das Programm wird ganz und gar und mit sofortiger Wirkung eingestellt. Eine Zwischenlösung wird es nicht geben.

Mit der sofortigen Abwicklung des Studienganges würde ein internationaler und erfolgreicher Studiengang mit Studierenden aus aller Welt und enormen Potentialen für die Uni Flensburg und die Region ein schnelles und überstürztes Ende nehmen. Neu gewonne Reize und Potentiale gehen verloren und engagierte und motivierte Studierende und Dozenten wandern ab. Drittmittelprojekte und enge Kontakte mit dem DAAD und anderen Einrichtungen werden ungenutzt gelassen, obwohl diese Region ideal für vielerlei Projekte dieser Art ist.

Letztendlich geht es darum, dass Kiel die Universität Flensburg finanziell so an der kurzen Leine hält, dass verhältnismäßig kleine Ausgaben womöglich zur Schließung eines ganzen Studienganges führen! Doch wie es scheint, hat die Flensburger Uni keine Priorität in Kiel!

Deshalb: Bekunden Sie Ihren Unmut in dieser Sache und helfen Sie uns, die Schließung unseres Studienganges zu verhindern!!!

Im Anhang finden Sie unsere Petition zum Verbleib von Frau PD Dr. Charlotte Gaitanides zur Kenntnisnahme, die wir bereits beim Rektorat vorgelegt haben und nun nach Kiel schicken möchten. Sie liegt vor dem European Studies-Büro aus und kann noch unterschrieben werden. Bisher haben wir über 100 Unterschriften von Studierenden, Professoren und Mitarbeitern!

Studierende und Mitarbeiter des Studienganges

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Petition:

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Jörn Biel,
sehr geehrter Herr Prof. Dr. Dunckel,
sehr geehrter Herr Kupfer,

hiermit möchten wir unser Bedauern über die Entscheidung der Universität Flensburg ausdrücken, die Recht-Professur nicht auszuschreiben und damit Frau PD Dr. Charlotte Gaitanides keine berufliche Zukunft an dieser Universität zu ermöglichen.

Die Ausgangssituation
Der Studiengang ‚European Studies’ ist der einzige seiner Art in ganz Schleswig Holstein. Ähnliche Studiengänge sind europaweit verbreitet und international beliebt. Er erhöht die
Attraktivität des Standortes ungemein, denn durch ihn kommen Menschen aus aller Welt nach Flensburg. Im aktuellen Jahrgang stammen 70% der Studierenden aus Drittländern. Fehlende Kontinuität in Organisation und Lehre durch wechselnde Zuständigkeiten führten bisher zu Verunsicherung, Unzufriedenheit und Verschwendung von Ressourcen. Letzteres verhindert den Aufbau eines fundierten Studienprogramms. Daher brauchen wir einen dauerhaften Verantwortlichen!

Wir fordern, dass Frau PD Dr. Gaitanides bleibt!
Mit Frau PD Dr. Gaitanides ist das erste Mal eine Routine eingetreten. Ihre Kompetenz, Motivation und das auf allen Seiten spürbare Engagement halten unseren Studiengang zusammen. Wir werden durch sie gefördert und motiviert. Wir und die gesamte Universität verdanken ihr nicht nur die Entstehung der Vortragsreihe „Cross-Border Lectures Flensburg/Sonderburg“, sie konnte auch herausragende Redner für Flensburg gewinnen (Prof. Howard T. Jacobs, Reinhard Bütikofer und die Bundesbeauftragte der Anti-Diskriminierungsstelle Dr. Martina Köppen). Zudem holte sie das umfangreiche Drittmittelprojekt „Vielfalt in Europa“ an die Universität und schaffte damit neue wissenschaftliche Mitarbeiterstellen. Mit allen Kräften trieb und treibt sie noch immer weitere Drittmittelprojekte voran, in die sie uns einbindet und von denen alle profitieren. Mit den Studierenden der SDU organisierte sie eine Exkursion nach Brüssel, ähnliches war auch hier in Arbeit. Durch Lehre sowohl an der SDU als auch an der Uni Flensburg ist sie ein Bindeglied der grenzüberschreitenden Kooperation und auch zwischen den Studierenden beider Seiten.

Mit dem Entschluss, die Recht-Professur nicht auszuschreiben, wird die inzwischen mit Frau PD Dr. Charlotte Gaitanides mühsam aufgebaute Infrastruktur erneut zerstört. Kontinuität in Organisation und Lehre gehen verloren und erarbeitete Standards werden untergraben. Vorhandene Ressourcen können wieder nicht zum Vorteil der Studierenden eingesetzt werden (geplant waren u.a. eine Praktikantenbörse, ein Alumni-Netzwerk, Exkursionen (Brüssel, Straßburg, Luxemburg), Veranstaltungen zur politischen Bildung (z.B. Vortragsreihen), Kooperationsveranstaltungen mit der SDU, Stipendienprogramme und Drittmittelanwerbung). Dazu kommt, dass die Studierenden ihre Masterarbeiten womöglich bei fremden Dozenten
schreiben müssen, deren Kurse sie nicht besucht haben.
Frau PD Dr. Gaitanides hat in gerade einmal neun Monaten mit unzähligen Projekten die Sichtbarkeit und Reputation der Universität Flensburg und des Internationalen Instituts für Management vorangetrieben. Ihre Kontakte und Erfahrungen sind für alle von hohem Wert. Es ist schade, dass gerade diejenigen, die sich einsetzen, engagiert und motiviert sind, veranlasst werden, die Universität wieder zu verlassen. Ohne Frau PD Dr. Gaitanides nimmt die Sisyphosarbeit kein Ende und der Studiengang European Studies ist ernsthaft in Gefahr!

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